Literatur

Europa literarisch: Robert Åsbacka (Finnland) „Das zerbrechliche Leben“

09.06.2011, 18:00

Seit seine Frau Siri vor zwölf Jahren bei einem Schiffsunglück starb, stellt sich Thomasson viele Fragen. Wäre alles anders gekommen, wenn er sie damals nicht betrogen hätte? Oder er auf jenem Schiff nach Schweden mitgefahren wäre? Über seinen Schuldgefühlen hat er den Umgang mit anderen Menschen fast verlernt. Bis der Eigenbrötler eines Tages einem kleinen Jungen hilft, der von Gleichaltrigen schikaniert wird.

Endlich tritt der alte Mann wieder in Kontakt mit der Welt und findet noch einmal ins Leben zurück. Robert Ǻsbacka hat einen warmherzigen Roman geschrieben, der von der Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz, der Liebe und dem Alter handelt. Ein Buch, das den großen existenziellen Fragen am Ende des Lebens nachspürt.

„Robert Ǻsbacka schreibt einen schönen Roman voll melancholischer Lebensklugheit. (…) Einer jener - eher seltenen - Romane, die einem die Frage beantworten, warum man Romane liest." Jochen Jung, Die Zeit, 22. April 2010

Der Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Robert Åsbacka (*1961 Tärjev, Finnland) lebt als freischaffender Autor in Schweden. Er hat in den achtziger Jahren selbst auf der Estonia gearbeitet, jenem Schiff, das in den Fluten der Ostsee versank und das Ort des Romangeschehens ist. Das zerbrechliche Leben, seine erste Veröffentlichung auf Deutsch, wurde für den Nordischen Literaturpreis 2009 nominiert. Robert Åsbacka debütierte 1988 und hat seitdem sieben Bände veröffentlicht.

 

Foto: © Cata Portin 

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