Literatur

Europa literarisch: Gilles Leroy (Frankreich) „Zola Jackson“

20.05.2011, 18:00

Nicht Frankreich steht im Mittelpunkt des Erzählens, sondern New Orleans im August 2005: Der Hurrikan Katrina versetzt die Menschen in Angst und Schrecken. Wer irgend kann, verlässt die Stadt. Nur die pensionierte Lehrerin Zola Jackson ist fest entschlossen, in ihrem Haus auszuharren.
Als dann die Deiche brechen und Wassermassen die Stadt überschwemmen, droht auch Zolas Haus von der Flut mitgerissen zu werden. Doch während der Pegel von Stunde zu Stunde steigt und die letzten Nachbarn über Rettungsboote die Flucht ergreifen, bleibt Zola standhaft: Ohne ihren geliebten Hund wird sie ihr Haus nicht verlassen. Aber wird sie tatsächlich bis zum Schluss durchhalten? »Leroy hat ein unvergleichliches Talent, die weibliche Seele einzufangen« (Le Nouvel Observateur).

Gilles Leroy (geboren 1958 in Bagneux) arbeitete zunächst als Lektor und Journalist. Seit 1991 konzentriert er sich auf seine Tätigkeit als Autor. Sein erster Roman "Habibi" (Verlag Michel de Maule) erschien 1987. Er hat 13 Romane und Novellen veröffentlicht, häufig mit autobiografischem Hintergrund. Für "Alabama Song" (Roman, Übersetzung: Xenia Osthelder, Kein & Aber 2007), erhielt er den Prix Goncourt und 2008 den Prix Flaubert des lycéens. Für "Zola Jackson" wurde Gilles Leroy nur kurze Zeit nach Erscheinen mit dem Prix Eté du Livre ausgezeichnet.

Der Abend wird von Dr. Christiane Lange, der stellvertretenden Leiterin der Literaturwerkstatt Berlin, moderiert.

 

Europäisches Haus
Unter den Linden 78
10117 Berlin