Literatur

© Basso Cannarsa

Europa literarisch: Tim Parks (Großbritannien) „Träume von Flüssen und Meeren“

30.09.2010, 18:00

Schauplatz ist die indische Megalopole Delhi. Nach dem Tod des Anthropologen Albert James beschäftigen sich seine Frau Helen, der gemeinsame Sohn John und der Journalist Paul aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Lebenswerk des Wissenschaftlers. Aus den einzelnen Fragmenten fügt sich ein Bild des verstorbenen Albert zusammen – verwirrend zunächst, ähnlich den chaotischen und turbulenten Straßenszenen Delhis, und doch offenbart sich Alberts Sohn John endlich eine Erkenntnis.

Tim Parks’ Beschäftigung mit Indien ist ein Novum: bislang spielten sich die Handlungen seiner Romane zumeist in Italien ab. Der Autor lebt mit seiner Familie in Verona und gilt als profunder Kenner Italiens. Bislang erschienen 14 Bücher von ihm, darunter „Italienische Verhältnisse“ und „Mimis Vermächtnis“. Parks, ausgezeichnet unter anderem mit dem Somerset Maugham Award, ist auch als Übersetzer tätig (Tabucchi, Moravia, Calvino) und unterrichtet an der Universität Mailand. Er schreibt regelmäßig für den New Yorker und die New York Times.

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