Literatur

Europa literarisch: Miguel Sousa Tavares (Portugal) „Am Äquator“
11.03.2010, 18:00
Geboren 1952 in Porto, begann Miguel Sousa Tavares seine berufliche Karriere als Anwalt, die er jedoch zugunsten seiner Tätigkeit als Journalist und Schriftsteller aufgab. Er schreibt regelmäßig für die größte portugiesische Wochenzeitung Expresso und arbeitet als politischer Kommentator für das Fernsehen. Sein literarisches Werk umfasst verschiedene Genres – Miguel Sousa Tavares hat zwei Kinderbücher geschrieben, Reiseberichte, Reportagen, Erzählungen, Romane. Mit seinem Debütroman Equador (Oficina do Livro, 2003, die deutsche Übersetzung Am Äquator folgte 2005 bei C. Bertelsmann), eroberte er das portugiesische Publikum. Mit 370.000 verkauften Exemplaren wurde das Buch zu einem der größten Erfolge der portugiesischen Verlagsgeschichte. In Italien wurde das Werk mit dem Grinzane Cavour Preis als bestes ausländisches Buch ausgezeichnet. Sein zweiter Roman Rio das Flores gewann 2007 den Preis des Clube Literário do Porto.
Der Roman Am Äquator erzählt die Geschichte des weltläufigen Lissabonner Bonvivants Luís Bernardo, der 1905 vom portugiesischen König Carlos I zum Gouverneur der portugiesischen Überseeprovinzen São Tomé und Príncipe ernannt wird. Er soll für die Einhaltung der Gesetze sorgen, um den Vorwurf der Engländer zu entkräften, auf den Kakaoplantagen herrsche noch Sklavenarbeit. Luís Bernardo setzt sich für die Arbeiter ein, zieht die Feindschaft der Plantagenbesitzer auf sich und verliebt sich zudem in die schöne Frau des britischen Konsuls – seines politischen Gegners.
„Ein grandioses, packendes historisches Epos, geschrieben mit journalistischer Präzision und mit der prallen Sinnlichkeit der Tropen. Ein reines Lesevergnügen.“ Wolfgang Herles, ZDF-Kulturmagazin „aspekte“
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