Literatur

Europa literarisch: Stefano Zangrando (Italien) „Quando si vive“

21.04.2009, 18:00


Was über den Protagonisten seines ersten Romans gesagt wurde, gilt für ihn selbst: StefanoZangrando ist „besessen von der Ungeheuerlichkeit zu leben“. In seinem neuen Erzählband Quando si vive (Wenn man lebt) erforscht er aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Thematik der menschlichen Existenz und ihrer „biologischen Matrix“: Es geht um Einsamkeit und Freundschaft, Liebe und Verrat, Eros und Tod, Erfolg und Normalität. Über allem liegt ein Hauch von nostalgischer Ironie, der einmal das Unwiederbringliche erfasst, um sich dann wieder dem Unerreichbaren zuzuwenden. Zangrando schafft Variationen des Daseins, die Formen der Erzählung und der Kurzprosa und deren Ausdrucksmöglichkeiten ergründen.

Stefano Zangrando ist 1973 in Bozen/Südtirol geboren, er lebt in Rovereto/Trentino. Nach den literarischen Gehversuchen im Jugendalter erschien 2005 sein erster Roman "Il libro di Egon" (Das Buch Egon). Zangrando arbeitet als freier Übersetzer aus dem Deutschen, er ist Mitarbeiter der Kulturbeilage „Alias“ und Gründungsmitglied des „Seminario Internazionale sul Romanzo“ an der Universität Trient. Im Herbst 2008 war er Stipendiat der Sektion „Junge Akademie“ an der Berliner Akademie der Künste.

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