
Europa literarisch: Eeva Park (Estland) „Die Falle in der Unendlichkeit“
23.10.2008, 18:00
In ihren Romanen sind es zumeist Frauen, denen Eeva Park die Hauptrollen einräumt. Frauen, die sich ihrer Angst stellen und in extremen Situationen Stärke entwickeln. „Die Falle in der Unendlichkeit“ ist ein Kriminalroman, in dem es um eine osteuropäische Zwangsprostituierte geht. Sie verharrt nicht in ihrer Opferrolle, und so nehmen die Dinge einen ungewöhnlichen Verlauf. Wie in anderen Werken der Schriftstellerin verhält sich die Protagonistin auch hier anders, als es die Gesellschaft und die Leser von ihr erwarten. Spannung und Emotionen sind gleichberechtigte Partner in diesem Roman. Das Buch erscheint Ende Oktober in deutscher Übersetzung im Ihleo Verlag und ist die erste Romanveröffentlichung von Eeva Park auf Deutsch. In Schweden wird die Handlung aufgrund des großen Erfolgs, den das Buch in dem skandinavischen Land erzielt hat, momentan verfilmt.
Geboren 1950 in Tallinn. Nach dem Schulabschluss absolvierte sie zunächst eine Ausbildung als Porzellan- und Seidenmalerin. Anfang der 80er Jahre wendet sie sich verstärkt der Literatur zu und tritt seitdem als freie Autorin mit Veröffentlichungen in verschiedenen Genres (Prosa, Lyrik, Drama, Essay) in Erscheinung. Ihre Werke sind vielfach ausgezeichnet und in acht Sprachen übersetzt worden. Seit einigen Jahren ist Eeva Park Mitglied im Organisationsteam des jährlich stattfindenden landesweiten Lyrikfestivals Estlands. Außerdem ist sie Mitglied der Jury des ebenfalls jährlich ausgetragenen Romanwettbewerbs des Landes.
Europäisches Haus
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